Bei Familienumzügen erleben wir immer wieder dasselbe: Die Möbel sind nicht das Problem. Schwierig wird es, wenn das Kleinkind zwischen Kartons und Trägern herumläuft, die Katze sich unter der Badewanne versteckt oder der Hund die fremden Menschen im Flur anbellt. Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das vermeiden. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt, von der Vorbereitung der Kinder bis zu den Formalitäten für Schule, Kita und Hundesteuer.
Kinder auf den Umzug vorbereiten
Kinder brauchen vor allem eines: das Gefühl, dass sie mitgenommen werden, im wörtlichen und im übertragenen Sinn. So gelingt das:
- Früh und ehrlich erzählen: Sprechen Sie mehrere Wochen vorher über den Umzug, nicht erst, wenn die Kartons kommen. Erklären Sie, warum Sie umziehen und was gleich bleibt.
- Die neue Umgebung zeigen: Wenn möglich, besuchen Sie das neue Zuhause, den Spielplatz, die Schule oder Kita vorher gemeinsam. Fotos helfen, wenn der Weg zu weit ist.
- Mitbestimmen lassen: Kinder dürfen entscheiden, wo das Bett im neuen Zimmer steht oder welche Wandfarbe es bekommt. Das schafft Vorfreude.
- Eigenen Karton packen: Lassen Sie Ihr Kind einen Karton mit Lieblingsspielzeug selbst packen und bemalen. Dieser Karton reist im Familienauto, nicht im Umzugswagen, und wird als Erstes ausgepackt.
- Abschied ermöglichen: Ein kleines Abschiedsfest mit Freunden, Adressen und Telefonnummern austauschen, ein Foto vor dem alten Haus. Das macht den Übergang leichter.
Den gesamten Zeitplan mit allen Fristen finden Sie in unserer Umzugscheckliste.
Der Umzugstag mit Kleinkind
Für Kleinkinder ist ein Umzugstag vor allem laut, voll und gefährlich: offene Türen, schwere Möbel, Werkzeug am Boden. Unsere Empfehlung aus der Praxis:
- Betreuung organisieren: Am entspanntesten ist es für alle, wenn Großeltern, Freunde oder ein Babysitter das Kind für die Zeit des Be- und Entladens nehmen.
- Ein Ruhezimmer einrichten: Wenn das nicht geht, bleibt ein Raum als Letztes leer beziehungsweise wird im neuen Zuhause als Erstes eingerichtet, mit Spielzeug, Snacks und einem Erwachsenen.
- Tagesablauf beibehalten: Mittagsschlaf und Essenszeiten so gut es geht einhalten. Ein müdes Kind macht den Tag für alle länger.
- Kinderbett zuerst aufbauen: Bitten Sie das Team, das Kinderbett als Erstes aufzubauen. Dann kann Ihr Kind am ersten Abend in gewohnter Umgebung schlafen.
- Sicherheit im neuen Zuhause: Steckdosenschutz, Treppengitter und Fenstersicherungen gehören in den Erste-Nacht-Karton, nicht irgendwo in die Kartonberge.
Je weniger Sie am Umzugstag selbst schleppen müssen, desto mehr Zeit bleibt für die Kinder. Mit unserem Einpackservice packen wir Ihren Haushalt vorher ein und am neuen Ort wieder aus.
Katze umziehen: Transport und Eingewöhnung
Katzen hängen stark an ihrem Revier. Ein Umzug ist für sie Stress, lässt sich aber gut abfedern:
- Transportbox vorher gewöhnen: Stellen Sie die Box einige Tage vorher offen in die Wohnung, mit Decke und Leckerli. Dann ist sie am Umzugstag kein Feind.
- Am Umzugstag wegsperren: Die Katze kommt in ein ruhiges, bereits leeres Zimmer mit Katzenklo, Wasser und Futter. Ein Zettel an der Tür, „Bitte nicht öffnen, Katze“, verhindert, dass sie durch eine offene Haustür entwischt.
- Transport im eigenen Auto: Tiere fahren nie im Umzugswagen mit. Die Box gehört gesichert ins Familienauto.
- Im neuen Zuhause mit einem Raum beginnen: Richten Sie zuerst ein Zimmer mit vertrauten Gegenständen ein, etwa Kratzbaum, Decke und Schlafplatz. Erst wenn die Katze dort entspannt ist, öffnen Sie nach und nach weitere Räume.
- Freigänger drinnen halten: Freigänger sollten einige Wochen im Haus bleiben, bis sie das neue Zuhause als Revier angenommen haben. Wie lange genau, besprechen Sie am besten mit Ihrer Tierarztpraxis.
Umzug mit Hund: Hundesteuer und neue Umgebung
Hunde sind meist anpassungsfähiger als Katzen, orientieren sich aber stark an ihren Menschen. Bleiben Sie selbst ruhig, überträgt sich das.
- Umzugstag außer Haus: Am besten verbringt der Hund den Tag bei Freunden oder in einer Hundetagesstätte. Fremde Menschen mit schweren Möbeln im Flur und offene Türen sind für viele Hunde zu viel.
- Neue Umgebung gemeinsam erkunden: Gehen Sie in den ersten Tagen immer wieder dieselben Runden, damit der Hund Wege und Gerüche kennenlernt. Halten Sie ihn anfangs an der Leine, auch wenn er zuverlässig abrufbar ist.
- Gewohnte Abläufe beibehalten: Füttern, Gassi und Schlafplatz wie bisher. Der eigene Korb sollte am ersten Abend schon stehen.
- Hundesteuer ab- und anmelden: Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Melden Sie den Hund bei der alten Gemeinde ab und bei der neuen an. Fristen, Steuersätze und Formulare legt jede Kommune in ihrer Hundesteuersatzung selbst fest; Sie finden sie auf der Website Ihrer neuen Stadt.
- Adresse aktualisieren: Ändern Sie die Adresse auch bei der Hundehaftpflichtversicherung und im Haustierregister, falls Ihr Hund dort mit Chipnummer registriert ist.
Schul- und Kita-Wechsel rechtzeitig regeln
Der Wechsel von Schule oder Kita braucht den längsten Vorlauf, oft länger als der Umzug selbst:
- Kita-Platz früh anfragen: In vielen Städten sind Kita-Plätze knapp. Melden Sie Ihr Kind so früh wie möglich über das Kita-Portal oder das Jugendamt der neuen Stadt an, gegebenenfalls schon, bevor der Mietvertrag unterschrieben ist.
- Schulwechsel mit beiden Schulen abstimmen: Informieren Sie die bisherige Schule und melden Sie Ihr Kind bei der neuen an. Zuständig ist je nach Bundesland die Schule selbst oder das Schulamt. Die Anmeldung setzt meist die neue Meldeadresse voraus.
- Zeitpunkt klug wählen: Wenn Sie flexibel sind, ist ein Umzug in den Sommerferien für Schulkinder am einfachsten. Sie starten mit allen anderen ins neue Schuljahr.
- Unterlagen mitnehmen: Zeugnisse, Impfnachweise und gegebenenfalls Förderpläne zusammen mit den Ausweisen in die Dokumentenmappe, nicht in den Umzugskarton.
Wir planen den Umzugstag nach Ihrem Familienkalender, auch an einem Samstag. Welche Leistungen wir für Familien übernehmen, sehen Sie auf der Seite Privatumzug. Nach einer kostenlosen Besichtigung erhalten Sie Ihren verbindlichen Festpreis.
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